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Windeldermatitis
Als Windeldermatitis wird eine Hautreizung bezeichnet, die oft mit einer Pilzinfektion in Verbinung steht. Da der Windelbereich häufig Angriffen und Reizungen durch Urin und Stuhl ausgesetzt ist, entfaltet sich (meistens der sog. Soorpilz (auch bekannt als Candidpilz). Die Symptomatik setzt sich zusammen aus der geröttet Haut und eine sich schuppende Haut.
Der Ausschlag breitet sich gewöhnlich vom Gesäß zu den Genitalien, dem Unterbauch und der Oberschenkelinnenseite aus. Bei dem Klima in einer Windel (feucht & warm) heilt dieses nur sehr schlecht und sehr langsam.
In schweren Fällen kann es zu kleinen Pickelchen kommen, die auch zu bluten beginnen können.
Die häufigsten Ursachen sind:
- langes Liegen in nasser oder feuchter Windel (auch durch Schwitzen)
- Ungünstige Ernährung (vor allem bei Babys)
- Hautreizung durch Allergie (z.B. gegen das Windelmaterial)
- Hautreizung durch Bakterien ( z.B. aus dem Stuhl oder Urinabgang)
- Einnahme von Antibiotika (seltener, aber kommt vor)
- Abwehrschwäche
Und was kann man dagegen machen?
- Zunächst einmal die Haut möglichst trocken und sauber halten
- Entzündungshemmende Badezusätze verwenden, informieren Sie sich am besten bei Ihrem Arzt oder Apotheker
- Verwendung von allergiegetesteten Produkten, wenn eine Allergie festgestellt wird
- Eventuell Ernährung umstellen
- Auftragen einer speziellen Wundschutzpaste (z.B. mit Dexpanthenol) gegen die Hautreizung
Wann muss sich das ein Arzt ansehen?
- Generell ist es immer Vorteilhaft, gerade auch bei Babys und Kindern, dies einem Arzt zu zeigen und die Vorgehensweise absprechen und sich beraten lassen
- Aber auf jeden Fall wenn
- sich der Zustand der Haut nicht bessert
- die Haut stark blutet
Und was kann der Arzt genau machen?
Er stellt die genaue Ursache der Windeldermatitis fest (Allergie; Pilzbefall, etc.)
Beratend zur Seite stehen, wie man der Sache Herr werden kann, ggf. sogar ohne Medikamente
Im schlimmsten Falle: Verordnen von Medikamenten - was aber extrem selten vorkommt.
Kann ich Windeldermatitis vorbeugen?
Bei Babys:
- Möglichst lange (6 Monate und länger) stillen
- Bei Flaschenernährung hypoallergene Säuglingsnahrung (HA-Nahrung) verwenden
- So oft wie möglich Luft an den Po kommen lassen (Bei Babys am besten nackt strampeln lassen)
- Möglichst häufig frisch wickeln und nicht lange in der vollen oder feuchten (z.B. auch durch Schwitzen) Windel sich bewegen
- Immer eine schützende Babycreme oder -paste auftragen (Wundschutzcreme)
- Eventuell Stoffwindeln verwenden. (z.B. bei einer Allergie auf die Windelprodukte)
- Plastik- und Gummihöschen vermeiden um Luft an die Stellen kommen zu lassen (Alternative z.B. Schafwollhöschen)
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