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Mit Enuresis auf Klassenfahrt ins Schullandheim oder Skilager? Ein Kind (und auch Jugendliche) können an solchen Veranstaltungen meist nicht teilnehmen, obwohl diese für die Entwicklung des Kindes aus pädagogischer Sicht sehr wichtige Erfahrungen dort machen kann. Gewöhnlich fahren diese Kinder nicht mit, weil sie Angst davor haben ausgelacht zu werden, weil sie noch ins Bett oder in die Hose machen. Jedoch sollte ein Kind wegen dieses Umstandes nicht auf dieses Ereignis verzichten müssen. Es gibt einige Möglichkeiten das Problem anzugehen damit der Betroffene und sein Umfeld damit umgehen können. Zunächst einmal ist es wichtig, das eine Person Ihres Vertrauens (z.B. Lehrkraft, Erzieher) von dem Enuresis Ihres Kindes weiß (das Pädagogengespräch). Denn nur gemeinsam mit dieser Person können Sie eine solide Basis schaffen, um diese Woche für Ihr Kind angenehm zu machen und sogar zu einer schönen Erinnerung. Je nach Typ des Enuresis gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei nächtlichem Einnässen gibt es die Möglichkeit das betroffene Kind in ein Einzelzimmer unterzubringen. Gewöhnlich ist dies jedoch nicht möglich. Deshalb bietet es sich gewöhnlich an, das Kind entscheiden zu lassen mit welchen Mitschülern es in ein Zimmer möchte. Die Mitschüler werden dann “eingeweiht” und darauf vorbereitet. Die Vorbereitung übernimmt dabei die Lehrkraft oder der Erzieher. Ist das Einnässen oder Einkoten auch am Tage, so ist es sinnvoll mit der Problematik vor die Klasse zu treten. Dabei ist es wichtig, das Kind nicht vorzuführen, sondern die Mitschüler für das Problem zu sensibilisieren. Um dem Kind soviel Unabhängigkeit wie möglich zu bieten, ist es sinnvoll, wenn es in der lage ist sich selbst die Windel umzumachen. Dies ist vor allem auch sinnvoll, da das Schamgefühl des Kindes nicht verletzt wird. Ist dies nicht möglich, so sollte es dem Kind überlassen werden, welche Aufsichtsperson es wickeln soll. |