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Die Sauberkeitserziehung bei Kleinkindern Die Blasenkontrolle bei Kleinkindern Die Fähigkeit der Blasenkontrolle ist schon etwas schwieriger als die Darmkontrolle. Was später zur täglichen Routine gehört, muss zu Beginn schwer erlernt und erarbeitet werden. Denn (Klein-)Kinder müssen ihrer Blase sehr viel mehr Aufmerksamkeit schenken als Eltern glauben möchten. Die Hauptursache dafür, das die Darmkontrolle schneller in die Routine übergeht und die Blasenkontrolle nicht, liegt zu einem großen Teil darin, das die Blase mehrfach am Tag geleert werden muss. Eine Darmentleerung pro Tag reicht aus - bei der Blase ist das viel zu wenig! Vor allem kleine Kinder “überhören” zu Beginn des Sauberkeitstrainings die Signale der Blase. Oft werden die körperlichen Mitteilungen erst zu spät wahrgenommen. Folge: Das Kind macht in die Hose oder ins Bett (Einnässen). Ein anderes Problem von kleinen Kindern besteht darin, die Signale der Blase richtig zu interpretieren. Der Unterschied zwischen “mach dich bereit mich zu leeren” und “jetzt gehts bald los - aber nicht jetzt” ist in frühen Kinderjahren recht schwierig. Erschwerend ist das Vorwarnsystem der Blase. So sendet diese das Signal "bitte leeren" erst kurz bevor es zu spät ist. Zwischendurch meldet die Blase sich zwar auch, jedoch kann das Signal auch heißen "mach dich bereit" oder "jetzt irgendwann mal" Eine Fehldeutung ist in den ersten Lebensjahren nur natürlich. Kinder müssen erst begreifen das die vorsichtige Meldung der Blase ihnen gilt, und eine bestimmte Reaktion ihrerseits erwartet. Denn bei einer drohenden "Überschwemmung" geht alles sehr schnell. |